Welt 05.10.2026
12:27 Uhr

Sie posierte mit Gewehr und „Fuck Joe Biden“-Shirt – US-Regierung verteidigt neue Sprecherin


US-Präsident Donald Trump holt mit Beni Rae Harmony eine Maga-Aktivistin ins Weiße Haus. Die US-Regierung nennt die neue Pressesprecherin eine „vertrauenswürdige Stimme der Maga-Bewegung“.

Sie posierte mit Gewehr und „Fuck Joe Biden“-Shirt – US-Regierung verteidigt neue Sprecherin

Das Weiße Haus verteidigt die Ernennung der 24-jährigen Beni Rae Harmony zur stellvertretenden Pressesprecherin. Sie sei eine „vertrauenswürdige Stimme der Maga-Bewegung“, wie der „ Guardian (verlinkt auf https://www.theguardian.com/us-news/2026/oct/04/white-house-press-aide-beni-rae-harmony) “ eine offizielle Stellungnahme des Weißen Hauses zitiert. Die neue Mitarbeiterin von US-Präsident Donald Trump war bis vor wenigen Tagen als Korrespondentin für ein Trump-nahes Medium tätig – und sorgte in der Vergangenheit mit radikalen Auftritten für Aufmerksamkeit. Für Kritik sorgt insbesondere ein Foto aus dem Jahr 2021. Darauf ist Harmony mit einem Gewehr und einem T-Shirt mit der Aufschrift „Fuck Joe Biden“ zu sehen. Das Bild soll während ihrer Tätigkeit als Pressemitarbeiterin des damaligen republikanischen Kongresskandidaten Jarome Bell entstanden sein. Harmony bestätigte die Echtheit des Fotos später indirekt in sozialen Medien, wie der „Guardian“ berichtet, äußerte sich zu aktuellen Medienanfragen jedoch nicht. Auch ihre berufliche Vergangenheit ist eng mit dem rechten Flügel der Republikaner verbunden. Laut ihrem LinkedIn-Profil arbeitete Harmony unter anderem für die von Charlie Kirk gegründete Bewegung „Turning Point USA“ sowie als Presseberaterin der Republikaner Paul Gosar und Matt Gaetz. Sie fiel auf, nachdem Gosar 2021 vom Repräsentantenhaus gerügt wurde, als er ein animiertes Video veröffentlicht hatte, in dem er die demokratische Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez tötete und Joe Biden angriff. Harmony verteidigte Gosar daraufhin in einem Video. Später arbeitete sie als Korrespondentin für das Trump-nahe Medium „Real America’s Voice“. Ihre Ernennung fügt sich in den Kurs des Weißen Hauses im Umgang mit Medien ein. Die Regierung hat zuletzt den Zugang von CNN, MS Now und „Politico“ (das wie WELT zu Axel Springer gehört) zum Weißen Haus eingeschränkt und ihnen teilweise den Zugang verweigert (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article6aad8f66019ebeef54c22aa9/streit-um-berichterstattung-weitere-fake-news-medien-folgen-trump-verbietet-cnn-politico-und-ms-now-zugang-zum-weissen-haus.html) . Gleichzeitig erhalten Trump-freundliche Medien regelmäßig Gelegenheit, Fragen an den Präsidenten zu stellen.